Exkursionstermine ab 15. Juni und Vorstellung neuer Tafeln am Waldbrunner "Feuerberg"
Das Vulkanrelikt Katzenbuckel steht immer wieder im Fokus des geotouristischen Interesses. Nachdem der Waldbrunner Hausberg im Jahr 2013 durch den von der UNESCO unterstützten Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald als „Geotop des Jahres“ ausgewiesen wurde, kommt dem höchsten Buckel des Odenwaldes auch dieses Jahr eine besondere Ehre zu: Als Phonolith bezeichnet man in der Geologie das Hauptgestein des Odenwälder „Vulkanhärtlings“; genau dieser Phonolith wurde nun vom Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) und der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) als „Gestein des Jahres 2014“ ausgewählt.
Bis ins 18. Jahrhundert nannte man ihn noch „Klingstein“, weil dünne Platten durch Anschlag mit dem Geologenhammer einen hellen Klang erzeugen. Phonolithe sind alkalireiche magmatische Gesteine, die mineralogisch betrachtet aus so genannten Feldspatvertretern bestehen, beispielsweise dem Nephelin. In Mitteleuropa treten sie nur vereinzelt dort auf, wo es relativ jungen Vulkanismus gab, etwa in der Rhön, im Hegau, in der Eifel usw. Auch der gewaltige Ausbruch des Katzenbuckel-Vulkans vor über 65 Millionen Jahren mit anschließender magmatischer Verfüllung des Explosionstrichters hinterließ phonolithisches Gestein.
Zum Klingen wird man die Felsen draußen im Gelände aber nicht bringen, weil der Phonolith hier nicht in der Form dünner Platten vorkommt; vom Hantieren mit dem Geologenhammer ist am Katzenbuckel aufgrund seines Schutzstatus ohnehin abzusehen. Ein als „Lithophon“ bezeichnetes Klangspiel aus phonolithischem Bruchstein soll allerdings bald in der neu gestalteten Ausstellung im Eberbacher Naturparkzentrum des Naturparks Neckartal-Odenwald zu sehen und zu hören sein.
Weitere Informationen: Tourist Information in der Katzenbuckel-Therme, 0 62 74 - 92 85 90, E-Mail: tourismus-waldbrunn@t-online.de, Internet: www.waldbrunn-odenwald.de
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